NAND verschwindet nicht, aber KI-Server sind heute auf mehr als nur Flash angewiesen
Seit mehr als zwei Jahrzehnten beobachtet GetUSB, wie sich Daten tatsächlich bewegen – nicht nur, wie sie vermarktet werden. In dieser Zeit haben wir mehrere Evolutionszyklen im Storage-Bereich erlebt: vom Rückgang mechanischer Festplatten über den Aufstieg von Flash bis hin zu heutigen Systemen, in denen Storage nicht mehr nur ein passiver Bestandteil ist, sondern ein aktiver Teil der gesamten Infrastruktur geworden ist.
Was aktuell im Bereich der KI-Infrastruktur passiert, fühlt sich wieder wie so ein Wendepunkt an – allerdings mit einer anderen Art von Druck, der diese Entwicklung antreibt.
NAND-Flash verschwindet nicht, darüber gibt es eigentlich keine Diskussion. Es ist weiterhin das Fundament moderner Speicherlösungen und erfüllt diese Aufgabe nach wie vor sehr gut. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach NAND rapide an – vor allem durch KI-Workloads, die enorme Datenmengen benötigen und ständig darauf zugreifen müssen. Diese Nachfrage beginnt spürbar gegen die verfügbare Versorgung zu drücken, sei es durch steigende Preise, strengere Zuteilungen oder schlicht längere Lieferzeiten bei großen Deployments.
Sobald solche Ungleichgewichte sichtbar werden, wartet die Branche nicht einfach ab, bis sich alles wieder normalisiert. Sie sucht nach alternativen Lösungen – und genau an diesem Punkt beginnt sich etwas zu verschieben.
