
Hast du schon von dem neuen Technologiestandard GPMI gehört und fragst dich, was genau dahintersteckt? Damit bist du nicht allein. Hier erfährst du, was wir bisher darüber wissen:
Eine Gruppe von mehr als 50 chinesischen Unternehmen, auch bekannt als die „Shenzhen 8K UHD Video Industry Cooperation Alliance“, hat die neue Technologie vorgestellt: GPMI – das General Purpose Media Interface.
Am Anfang dachten wir, GPMI sei einfach eine weitere Version von HDMI oder DisplayPort. Das stimmt jedoch nur teilweise. GPMI soll eine echte Alternative werden: ein neuer Standard, der höhere Geschwindigkeiten, mehr Funktionen und eine vereinfachte Verbindung über einen bereits bekannten Anschluss bietet.
Wer heute einen Laptop an einen Monitor anschließt, braucht meistens zwei Kabel: eines für das Videosignal (z. B. HDMI) und eines für die Stromversorgung (z. B. das Ladegerät). GPMI vereint beides – hohe Datenübertragung und Energieversorgung über nur ein Kabel. Das macht Setups schlanker, aufgeräumter und effizienter.
GPMI gibt es in zwei Varianten:
- GPMI Typ-B nutzt einen neuen, proprietären Anschluss und erreicht bis zu 192 Gigabit pro Sekunde bei der Datenübertragung sowie 480 Watt Leistung – deutlich mehr als aktuelle HDMI- oder DisplayPort-Standards.
- GPMI Typ-C setzt auf den bekannten USB-C-Stecker und bietet immer noch starke 96 Gigabit pro Sekunde und 240 Watt Leistung.
Was bedeutet das für Technik und Geräte?
GPMI könnte zum neuen Standard für Audio- und Videoübertragung werden. Es unterstützt 8K-Displays, High-End-Gaming, Streaming-Geräte und leistungsstarke Hardware – und ermöglicht dabei, mehrere Geräte mit nur einer Fernbedienung zu steuern (ähnlich wie HDMI-CEC).
Verglichen mit heutigen Standards wie HDMI 2.1, DisplayPort 2.1 und USB4 bietet GPMI Typ-B deutlich mehr Bandbreite und eine wesentlich höhere Stromversorgung. Sollte sich GPMI durchsetzen, könnte es die Art und Weise, wie wir Geräte verbinden und laden, grundlegend verändern – zunächst in China, später vielleicht weltweit.
Wichtig: Falls du den Begriff GDMI (General Digital Media Interface) gehört hast – das ist ein Fehler. Richtig heißt es GPMI – General Purpose Media Interface.
Für Technikfans sind das spannende Neuigkeiten: schnellere Verbindungen, aufgeräumtere Setups und zukunftssichere Geräte!
Hier eine Vergleichstabelle zwischen GPMI, HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1:
| Eigenschaft | GPMI Typ-B | HDMI 2.1 | DisplayPort 2.1 |
|---|---|---|---|
| Maximale Bandbreite | 192 Gbps | 48 Gbps | 80 Gbps (UHBR 20-Modus) |
| Maximale Auflösung | 8K und mehr (zukunftssicher) | 10K @ 120Hz (komprimiert) | 16K @ 60Hz (komprimiert) |
| Stromversorgung | 480W | ~1–5V bei 50mA (sehr niedrig) | Keine Stromversorgung (nur Video) |
| Steckertyp | Proprietär (Typ-B), USB-C (Typ-C) | HDMI (Typ-A/B/C/D) | DisplayPort, USB-C (Alt Mode) |
| Steuerfunktionen | Ja (CEC-ähnlich) | Ja (HDMI-CEC) | Ja (Aux-Kanal, MST) |
| Komprimierungsstandard | Unbekannt (wahrscheinlich proprietär oder noch festzulegen) | DSC (Display Stream Compression) | DSC (Display Stream Compression) |
| Abwärtskompatibilität | Nein (neue Technologie) | Ja (mit älteren HDMI-Versionen) | Ja (mit älteren DisplayPort-Versionen) |
| Marktreife | Neu (Anfang 2025) | Sehr etabliert | Etabliert |
| Hauptunterstützer | 50+ chinesische Unternehmen | HDMI Forum (Sony, Intel usw.) | VESA (Intel, AMD, NVIDIA) |